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Letzten Dienstag war es wieder so weit: Die Longlist des Deutschen Buchpreises wurde bekannt gegeben. Zwanzig Titel, ein Termin und auf #bookstagram und #booktok ein Dauerrauschen, das man sonst nicht häufig erlebt. Wochenlang: Tippspiele, eigene Listen, Spekulationen. Der Buchpreis lässt den ganzen Weg von der Longlist bis zur Verleihung von ausgewählten Bloggerinnen und Bloggern begleiten. Großes Happening also.

Ziemlich viel Aufregung für 20 Bücher.

Und ich mache jedes Jahr mit. Aber dieses Mal habe ich mich gefragt: Geht es hier eigentlich um Literatur?

Ich habe versucht, eine Antwort zu finden. Sie hat mich zu drei Preisen geführt, denen ich wirklich folge und zu einer Überzeugung, die ich gleich vorwegnehme: Der Gewinner ist der uninteressanteste Teil der ganzen Veranstaltung.

10 Euro - und trotzdem unbezahlbar

Wer den Prix Goncourt gewinnt, bekommt offiziell zehn Euro. Es gibt einen Scheck über diesen Betrag. Ich vermute, den löst kaum jemand ein. Wahrscheinlich macht er sich gerahmt überm Bett ohnehin besser.

Verdient wird trotzdem. Nur eben nicht am Preisgeld: Ein Goncourt macht aus einem Roman verlässlich einen Bestseller; in Auflagen, von denen die meisten Autorinnen ihr Leben lang nur träumen.

Ist der Scheck der Lohn? Oder ist er die Quittung?

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